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Andreas Hofer - ein Schulprojekt

Andreas Hofer © Wikimedia Commons
Angeregt durch einen JÖ-Beitrag über Andreas Hofer wurde in der Hauptschule Vils (Tirol) in Zusammenarbeit mit dem Museumsverein ein Schreibewettbewerb veranstaltet. Einige Texte findet ihr hier!
Alle Klassen nahmen an dem Wettbewerb teil. Die Schüler der 1. Klasse verfassten eine Fantasiegeschichte, in der sie in irgendeiner Form Andreas Hofer begegneten:

Der rätselhafte Mann

Als ich in der Dämmerung mit meinem Karren um die Ecke bog, sah ich plötzlich einen älteren Mann. Er hatte eine Mistgabel in der Hand und ein Gewehr umgehängt. Ich näherte mich vorsichtig. Doch der Mann stand nur da und blickte in die Ferne.

Ich fragte: „Wer bist du?“ Aber er schien mich nicht zu hören. Da kam ein zweiter Mann, er marschierte auf den etwas älteren Mann zu und schüttelte ihm freundlich die Hand. Der zweite Mann sprach: „Guten Abend, Herr Hofer.“ „Guten Abend, Herr Speckbacher“, erwiderte der andere Mann. Jetzt wusste ich wenigstens, wie die zwei Männer hießen. Aber wer sie eigentlich waren, wusste ich immer noch nicht.

Ich fragte noch einmal: „Wer seid ihr?“ Doch die Männer verstanden mich wieder nicht. Ich dachte: „Vielleicht bin ich hier nur ein Geist?“ Als ich so hin und her überlegte, waren die Männer plötzlich weg. Da fiel mir ein, dass mein Wagen mit dem Essen meiner Mutter immer noch hinter mir stand. Ich schritt nach Hause und überlegte dabei, warum mich die Männer nicht gehört hatten. Zuhause schlich ich betrübt in die Wohnung, weil ich wusste, dass meine Mutter schimpfen würde. Doch es war keiner daheim. Ich lief um das Haus herum, aber da war auch niemand. Jetzt fiel mir plötzlich ein: „Der Mann, der eine Mistgabel in der Hand gehabt hat, muss der Anführer Andreas Hofer sein!“ Ich zuckte zusammen, denn ich spürte an meinem Rücken einen Gewehrlauf. Ich drehte mich um. Ein kleiner Mann rief: „Attacke!“ und…

… und ich fuhr zu Tode erschrocken hoch. Gott sei Dank bin ich in diesem Moment aufgewacht.

Maximilian Rauter, 1. Klasse HS

Die Schüler der 2. Klassen schrieben auch eine Fantasiegeschichte, in der sie an einem Morgen als Andreas Hofer erwachten:

Ich als Andreas Hofer

Ich trabte völlig verschlafen von meinem Bett zum Waschbecken, um mir die Müdigkeit aus den Augen zu waschen. Langsam wurde mein Blick schärfer und ich konnte meine Umrisse im Spiegel erkennen. Aber was war das? Ungläubig starrte ich mein Spiegelbild an. Ich hatte einen Schock.

Auf einmal stand ich mit einer Schützentracht vor dem Spiegel. Ich hatte einen Bart und einen Hut auf. Plötzlich war ich in einem ganz anderen Haus, ich war auf einer Alm. Dort schaute ich mich ein bisschen um. Plötzlich stieß ich einen Eimer Milch um. Blitzschnell versteckte ich mich im Heu. Auf einmal hörte ich eine Stimme, die mit lautem Ton sprach: „Isch do jemand?“ Er nahm die Mistgabel in die Hand. Ich verkroch mich noch tiefer im Heu. Der Mann ging nach erfolgloser Suche nach einer Weile. Ich blieb noch einige Minuten im Heu liegen, dann stand ich auf, um nach etwas Essbarem zu suchen. Als ich bei der Tür hinausschlich, bekam ich einen harten Schlag auf den Hinterkopf. Nach einiger Zeit wachte ich wieder mit starken Kopfschmerzen auf. Vor mir stand ein Mann mit langem Bart. Er fragte mich: „Wea bisch denn du? Was willsch du vu miar?“ „I bin da Andreas Hofer“, antwortete ich. Die Augen des Mannes vergrößerten sich. „Du bisch da Hofer?!“, sagte der Mann verwundert zu mir. „Wo bin i do?“, wollte ich von ihm wissen. „Du bisch auf dar Pfandler Alm und i bin da Raffl Franz“, antwortete er. Plötzlich lief er weg und kam nach einiger Zeit zurück, leider nur nicht alleine. Er kam mit den Franzosen. Mir gefror das Blut in den Adern. Ich sah wie der Kommandant der Franzosen dem Raffl Franz einen Sack Goldmünzen übergab. Sie nahmen mich mit nach Mantua, wo ich dann zum Tode verurteilt wurde. Sie stellten mich an eine Steinwand. Die Franzosen legten an und schossen, nur nicht auf mich. Ich war erstaunt, als ich sah, wie schlecht die Franzosen schossen. Sie brauchten drei Versuche, bis sie es dann geschafft hatten.

Als mich die Kugeln trafen, fuhr ich aus meinem Bett hoch und war schweißgebadet. „Gott sei Dank! Es war alles nur ein Traum“, sagte ich erleichtert zu mir selbst.

Gassmann Fabian, 2b

Die Schüler der 3. Klasse verfassten ein Mundartgedicht "i, dr hofer":

der hofer

ja, i bin’s dr hofer
gebora 1767 in st. leonard im passeiertal
meine eltera sei gstorba schu zimlich fria
guat war i in der schual nia

dr sandwirt war i
und vieh- und weinhändler dazua
viel bin i ummakumma im ganza land
bei viele leit war i bekannt.

viel liaber bei der frau und bei dia kinder wär i blieba
und mei wirtschaft wollt i o it in sand lega
do hät i liaber mit meine gäst wein trunka ohne zum klaga
aber dia situation in tirol war nimma zum ertraga

1805 in der schlacht vu austerlitz
isch der napoleon komma wia der blitz
mir hond tirol abgeba miaßa an dia boare
was für a zuig, des isch was woare

dia boare führte nuimodische gsetzer ei
des hot uns garit gfalla, des ko it sei
überall hoasts vernunft, vernunft
iaz war i noch wia a hiarsch ir brunft

der globe wurde verbota
vor alls mochet d boare an knota
ob prozession walfart oder weihnachtsmette
vor alls lega sie a kette
sogar der nome tirol wurde verbota
uans han i mir gschwoare, der napoleon keart glei zu d tota

eisre junge burscha hond für bayern kämpfe miaße
des ko doch it sei, dass tirolar, tirolar verschiaße
vum kaiser maximilian hommer schu s landlibell kriagt
also miaße mir in bayern kua tirolar bluat vergiaße

am neunta april 1809
marschiere d österreichische truppa in tirol ei
wir konnta innsbruck befreien
bei dr ersten schlacht hot napoleon kua schwein
die feindlichen truppen marschierten ab und gingen heim.

des losst sich der napoleon it gfalla
und kommt ogfahre auf seim hoache gaul mit ganze schara
i hon alla gseit „bloß it aua lossa, mir miaßa se stoppe“
aber dia franzose und boare, kann a hand tirolar baura it stoppe

nur nit aufa lossn isch aber kua ausgeklügelte strategie
aber sie hatte energie
der kaiser franz der lump, hot hinter eiserm rucka
an friedensvertrag mitm napoleon unterschrieba
isch doch des a glump und der kampf isch uns doch no blieba

der pater haspinger hot mi überzeigt
dass i bloß it aufgebe soll
mir kenne bloß hoffe, dass uns dia österreichischa truppa it im stich lossa
aber des isch it so gwesa
drum sind es mir gwesa

uf der pfandleralm hon i mi versteckt
wenn der raffl franz nix gseit hätt
hätte sie mi nia entdeckt
do hond si mi gfunda
und dr ganze weg im schnea barfuß nagschunda

1810 hond sie mi in mantua verschossa
do isch fei viel bluat gflossa
tot aus amen

Florian Stebele, Dominik Kieltrunk, 3. Klasse

Die Schüler der 4. Klasse, ließen eine berühmte Person der Gegenwart auf Andreas Hofer treffen und die beiden unterhielten sich:

Andreas Hofer, der Superheld der Tiroler Berge, im Gespräch mit Neuzeit-Superheld Vedad Ibisevic

Ibisevic: Hallo, Andreas Hofer, könntest du mir ein bisschen aus deinem Leben erzählen?

Hofer:
Ja, mein lieber Vedad Ibisevic, dann fangen wir ganz von vorne an. Ich bin als Viertes von 4 Kindern im Dezember 1767 geboren. Ich hatte drei Schwestern und war somit der einzige Junge in meiner Familie. Ich übernahm den Wirtshof meines Vaters und war außerdem Vieh- und Weinhändler.

Ibisevic
: Also ich bin Profifußballer bei der TSG 1899 Hoffenheim in der Bundesliga.

Hofer:
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das ein ordentlicher Beruf ist, ich komme als Viehhändler in ganz Tirol herum.

Ibisevic:
Ich komme als Fußballer in ganz Deutschland und Europa herum.

Hofer:
Ich, als Volksheld von Tirol, erlangte Ruhm in zahlreichen Schlachten.

Ibisevic: Ich, als Held des Fußballplatzes, schieße Tore und erlange so meinen Ruhm.

Hofer:
Ich befreite die Tiroler von der bayrischen Besatzung!

Ibisevic:
Ich befreie die Hoffenheimer Fans von der Besatzung der Bayern an der Ligaspitze!

Hofer: Doch leider unterlag ich den Bayern und musste mich auf einer kalten Alm in den Bergen verstecken.

Ibisevic:
Ich musste mich den Bayern in der Hinrunde auch 2:1 geschlagen geben, doch ich konnte mich in einem schönen warmen Stadion verstecken.

Hofer:
Wenn ich mir das so durch den Kopf gehen lasse, dann sind wir gar nicht so verschieden.

Ibisevic:
Da kann ich dir nur zustimmen!

Beirer Sebastian, 4. Klasse HS

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