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Treue Freunde

Pferd ©
Pferde sind tolle Begleiter. Schon seit mehr als 6000 Jahre zählen sie zu den "Haustieren" des Menschen.
Kaum ein Tier ist heute bei Alt und Jung so beliebt wie das Pferd. Die gemeinsame Geschichte von Mensch und Pferd beginnt vor etwa 6000 Jahren. Damals haben Menschen in Nordosteuropa und Zentralasien versucht, die wilden Steppentiere zu zähmen und als Reit- und Lasttiere einzusetzen. Davor war das Pferd lediglich eines von vielen Tieren, die gejagt wurden.

So groß wie Füchse

Vor 60 Millionen Jahren waren die Vorfahren der Pferde nicht größer als Füchse. Sie lebten in Wäldern und ernährten sich von Laub. Im Laufe von Jahrmillionen wurden aus ihnen große, schnelle Bewohner der Graslandschaften.

Ursprünglich waren sie in Amerika zu Hause, vor 2,5 Millionen Jahren wanderten sie über Landbrücken nach Europa und Asien. In Amerika starben die Urpferde nach der letzten Eiszeit wieder aus. Erst die spanischen Eroberer brachten vor 500 Jahren die Reittiere wieder nach Amerika. Unsere heutigen Pferderassen stammen von Wildpferden Asiens und Europas ab.

In den Jahrtausenden züchtete der Mensch mehr als 160 verschiedene Pferderassen. Eines der kleinsten Pferde ist das Falabella, das eine Schulterhöhe ("Stockmaß") von nur 76 Zentimetern hat. Zu den Riesen unter den Pferden zählen Shire und Percheron, deren Schulterhöhe bei 1,7 Metern liegt. Eines der größten Pferde der Welt war ein Percheron namens "Dr. Le Gear" - mit einem Stockmaß von 2,1 Metern und 1,4 Tonnen Gewicht.

Zehen und Zähne

Pferde gehören zur Ordnung der Unpaarhufer. Diese haben entweder eine oder drei Zehen. Nashörner und Tapire laufen auf drei Zehen, Pferde, Esel und Zebras auf einer.

Wie unsere Fingernägel sind die Hufe der Pferde aus Horn. Da sich das Horn durch das Gewicht des Reiters oder die Last eines Wagens schneller abnützt, als es nachwachsen kann, muss es geschützt werden. Der Hufschmied muss her und dem Pferd Hufeisen anpassen. Das Annageln der Eisen tut dem Pferd genauso wenig weh wie uns das Nägelschneiden. Da Hufe in einem Monat um 0,5 bis zwei Zentimeter wachsen, muss das Hufeisen regelmäßig entfernt werden. Das alte Horn wird abgeraspelt und ein neues Hufeisen angepasst.

Das Gebiss zeigt das Alter


Die Zähne von Pferden sind mit breiten Kauflächen gut an das Zermahlen von harten Gräsern angepasst. Am Gebiss und der Abnützung der Zähne kann ein Fachmann das Alter des Pferdes bestimmen. Fohlen werden ohne Zähne geboren. Allerdings erscheinen schon nach zehn Tagen die ersten Zähne.

Seit der Zähmung der ersten Wildpferde als Haustiere hat sich die Bedeutung der Pferde für den Menschen stark verändert. So wie früher beim Militär, bei der Arbeit oder als Fortbewegungsmittel wird das Pferd jetzt kaum mehr eingesetzt. Heute stehen Sport und Freizeit im Vordergrund. Doch eines hat sich nicht verändert: Auch heute gehören Pferde zu den beliebtesten Gefährten der Menschen.

Peter Meindl

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