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Gut geschlafen?

Igel © Shutterstock
Wie Wildtiere die kalte Jahreszeit unbeschadet überstehen.
Wenn es draußen kalt wird und wir Menschen immer dickere Pullover aus unseren Kleiderschränken hervorholen, wird das Futterangebot wild lebender Tiere knapp. Für diese Zeit haben die Wildtiere die unterschiedlichsten Lösungen entwickelt, um zu überleben. Manche Arten überdauern die kalte Jahreszeit, indem sie Winterschlaf oder Winterruhe halten; so können sie Energie sparen und von den Fettreserven zehren, die sie in den warmen Monaten angesammelt haben.

Winterquartier

Winterschläfer suchen sich im Herbst ein gemütliches Plätzchen, wie zum Beispiel einen hohlen Baumstamm oder Erdhöhlen, wo sie vor strenger Kälte geschützt sind. Anschließend wird das Winterdomizil mit Heu, Stroh, Blättern, Haaren und Wolle wohlig ausgepolstert und das Quartier ist bezugsfertig. Den Unterschlupf teilen sich oft mehrere Tiere, die sich eingerollt aneinander kuscheln und auf diese Weise gegenseitig wärmen. Vor allem Jungtiere, die über weniger Energiereserven verfügen, haben dann bessere Chancen, den Winter unbeschadet zu überstehen.

Energie sparen

Tiere, die Winterschlaf halten, fallen dabei in einen schlafähnlichen Zustand. Sie senken ihre Körpertemperatur auf bis zu ein Grad Celsius, der Herzschlag wird verlangsamt und minutenlange Atempausen werden eingelegt. Dadurch verbraucht der Körper weniger Energie. Während des Schlafes wird keinerlei Nahrung aufgenommen, der Körper der Tiere lebt dann vom Abbau der Fettreserven, aus denen er die lebensnotwendige Energie gewinnt. Manche Arten unterbrechen aber ihren Winterschlaf, um in den kurzen Wachphasen Nahrung zu sich zu nehmen. Während des Aufwachens zittern die Tiere; durch diese Muskelbewegung erreicht der Körper wieder seine Normaltemperatur.
Wie lange überhaupt geschlafen wird, ist verschieden: Dem Igel reichen drei bis vier Monate aus, während Siebenschläfer ihrem Namen alle Ehre machen und sogar sechs bis sieben Monate des Jahres, von Oktober bis Mai, in ihrem Schlupfloch verschlafen.

Dämmermonate

Mit dem Winterschlaf nicht zu verwechseln ist die Winterruhe, die beispielsweise Braunbären halten. Sie ziehen sich in ihre Winterhöhle zurück, wo sie bis zu sieben Monate in einer Art Dämmerschlaf verbringen. Während dieser Ruhephasen nehmen auch sie keinerlei Nahrung zu sich, sondern verbrauchen ihre Fettreserven. Braunbären unterbrechen ihren Dämmerschlaf allerdings mehrfach für die Nahrungssuche. Außerdem sinkt die Körpertemperatur der Bären während der Winterruhe nie so stark ab wie bei den echten Winterschläfern, da der massige Bärenkörper im Frühjahr sonst nicht mehr aufgewärmt werden könnte.

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